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Erfurt-Reise vom 17. bis 20. Mai 2012

Schon wieder einmal war alles drin, was wir von den Clubreisen erwarten: Eine neugierige, belast¬bare und fröhliche Truppe (24 Damen und Herren) ; exzellente Vorbereitung; Blicke hinter die Kulissen und bestes Wetter. Man sah es dem Programm natürlich nicht an, welche penible Vorbe¬reitung durch Thomas Berg, Karlwilhelm Kühn und Henning Baurmann hinter dem ganzen steckte und letztlich Garant des Gelingens war.

Hier alle drei in einem Bild auf dem Domplatz Erfurt. Ihnen sei ausdrücklich für die gelungene Reise gedankt!


Dom und Severikirche in Erfurt


Der Bogen war thematisch und von den Eindrücken her weit gespannt. Eisenach und die Wart-burg, unsere ersten Stationen – dort natürlich Martin Luther und die Reformation – ein immer wie¬der auftauchendes Motiv der Reise.

 

 


Erfurt überwältigte uns dann mit seinen Kirchen, dem weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern und wieder Spuren Martin Luthers. Wie diese Stadt mit dem historischen Erbe um¬geht und welche städtebauliche Entwicklung sie nimmt, zeigte uns Frau Engel – vor Eifer fast plat¬zend – und abwägend, differenziert Prof. Michael Haufe. Er setzte sich durchaus kritisch mit dem Städtebau nach der Wende auseinander. Den Rundgang durch das moderne Erfurt moderier¬ten er und Henning Baurmann.

Am zweiten Tag stand das bedrückende Erbe der jüngeren deutschen Geschichte auf dem Pro-gramm: Der Nationalsozialismus in seinen schlimmen Ausprägungen: Zuerst in Erfurt ein geführ-ter Rundgang im Erinnerungsort Topf und Söhne, den Ofenbauern von Ausschwitz.


In Buchenwald erhielten wir danach einen erschütternden Einblick, wie die  nationalsozialistischen Ideologie in die Wirklichkeit umge¬setzt wurde: Bürokratisch durchorganisierte Ausbeutung der Opfer bis hin zur Vernich¬tung in entmenschlichter Mitleidslosigkeit. Die nach innen gerichtete Inschrift des Lagertores vermittelt zynisch die Botschaft.

Mit Weimar versöhnte uns dann der Rundgang im neu gebauten Studienzentrum und in der wie-der erstandenen Anna Amalia – Bibliothek.

 

Studienzentrum Anna Amalia Bibliothek

Echte kulinarische Höhepunkte waren am ersten und zweiten Abend die gemeinsamen Es¬sen im „Alboth´s Restaurant“ und im „Restaurant Zumnorde“. Hut ab, Thüringen kann ko¬chen! Stilvoll gab es zu den Menüs Gäste und am ersten Abend eine Tischrede. Dr. Christoph C. Haufe setzte sich mit Zeit vor und nach der Wende auseinander. Deutlich wurde, wie sehr die Entwick¬lung durch politisch aktive „Laien“ und nicht Berufspolitiker, beeinflusst wurde. Langeweile kam bei diesem spannenden und sehr persönlichen Vortrag nie auf. Das Treffen mit Frau Landesbischöfin Ilse Junkermann und Frau Präsidentin Brigitte Andrae (Mitteldeutsche Landeskirche) ließ uns in einen Entwicklungsprozess hineinblicken, der von schwerwiegenden orgaisatori- schen Fragen geprägt ist.

Die Rückfahrt am Sonntag war Erholung vom anstrengenden Programm. Eine Kaffee-Pause und Stadtführung brachte uns das entzückende Residenzstädtchen Meinigen nahe. Was unterfränki-sches Gefühl bedeutet, erlebten wir im Biergarten der Vogelsburg bei Volkach auf Kieseln unter herrlichen Bäumen. Frömmigkeit und Kunstsinn Unterfrankens ließen uns dann die Ma¬donna im Rosenkranz in der nahegelegenen Wallfahrtskirche im Weingarten erahnen.

 

Blick von der Vogelsburg auf die Mainschleife bei Volkach

Hinweise zum Bericht.

Das sehr ausführliche Programmheft Thomas Bergs zur Reise mit Material zur Historie und zum gegenwärtigen Stand der Entwicklung Thüringens kann digital bei mir bezogen werden. Die Fotos sind eigene Aufnahmen oder stammen aus dem Internet (Buchenwald und Mainschleife) sowie vom Touristen-Fotografen der Wartburg.

Karlsruhe, 27.06.2012
Martin Frank
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