JS FlexSlider

Clubreise nach Tarifa

Am 8. Mai 2013 nachmittags trafen sich am Flughafen in Malaga 47 Lions, die aus Karlsruhe und Bern angereist waren. Schon nach kürzester Zeit war beinahe nicht mehr zu spüren, dass es sich um Mitglieder von zwei verschiedenen Clubs handelte – man war zu einer Gruppe zusammengewachsen. Die 4 tägige Clubreise, die von den Präsidenten-Ehepaaren Holm und Egermann mit viel Fingerspitzengefühl, Sachverstand, Schwung und Herzblut organisiert worden war, stand unter dem Motto: Walsichtung in Tarifa.

Hotel MisianaTarifaTarifa

Doch das Programm bot noch weit mehr als das Beobachten der großen Meeressäuger. Es war so zusammengestellt, dass viele Interessen befriedigt und vor allem neue geweckt wurden – es ist anzunehmen, dass es kaum einen gab, der nach Hause kam und nicht beschlossen hatte, sich mit etwas, was er dort gesehen hat, noch näher zu beschäftigen.

So viel Mühe von Seiten der Organisatoren, die auch tatkräftige Unterstützung vor Ort durch José, den Hotelmanager, hatten, der für uns von Zeit zu Zeit „zauberte“, wurde aber auch von den äußeren Umständen belohnt: Schon während der Fahrt zu unserem Standquartier in Tarifa zeigte sich, dass wir mit dem Wetter großes Glück hatten. Es war beinahe windstill – eine sehr gute Voraussetzung für Ausfahrten in der zumeist sehr windigen Straße von Gibraltar. Am nächsten Morgen erschienen alle in der „Arbeitskleidung“, d.h. in T-Shirts mit einem eigens für diese Ausfahrt geschaffenen Logo und hatten ihre ebenfalls extra für diese Reise eingeflogenen Alu-Trinkflaschen mit Wasser aus der Zapfstation im Hotel gefüllt. Die Nutzung der Trinkflaschen sollte ein Zeichen gegen die großen Mengen von Plastikflaschen setzen, die notwendig gewesen wären, um unsere Gruppe in den vier Tagen mit Wasser zu versorgen (geschätzt ca. 800 Flaschen!). Bei einem Vortrag von Prof. Patrizia Holm erfuhren wir, welch große Probleme der Plastikmüll in den Meeren verursacht. Nachdem Frau Katharina Heyer, die Gründerin der Stiftung FIRMM zum Schutz der Wale und Delphine in der Straße von Gibraltar, in einem Vortrag die dort heimischen Wale und Delphine vorgestellt hatte, ging es los zur ersten Walausfahrt.

Ausfahrt zu den WalenAusfahrt zu den WalenAusfahrt zu den Walen

Wir hatten großes Glück, denn wir sahen gleich vier verschiedene Species  - gestreifte Delphine, Tümmler, Grindwale und in weiter Ferne einen Pottwal, wobei uns dieser nur seine riesige Fluke beim Abtauchen zeigte. Vor allem die Delphine und Tümmler kamen jedoch so nahe an das Boot heran, dass man sie genau betrachten konnte.
Ein großartiges Naturerlebnis war auch die Begegnung mit der größten Wanderdüne Europas.

WanderdüneWanderdüneWanderdüne

Der Blick auf die Wiesen lehrte uns den Hit aus My fair Lady zu verstehen: „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühn“ – auf einem Spaziergang erkundeten wir die Flora, die von den Impressionisten nicht leuchtender hätten dargestellt werden können.

TarifaTarifaTarifa

Doch man erfuhr nicht nur vieles über die Natur, sondern auch über die Geschichte der Gegend und über die Menschen, die dort leben. Die Gelegenheit dazu bot sich zum Beispiel bei einem Stadtspaziergang durch Tarifa oder bei der Besichtigung der Ausgrabung einer römischen Stadt direkt am Meer.

BoloniaBoloniaBolonia

In dieser Stadt gab es eine Produktionsstätte für Garum, eine in der Antike sehr bekannte und beliebte Fischsauce, ein Beweis dafür, dass schon damals das Meer die Wirtschaft dieser Gegend prägte. Doch auch die verschiedenen landestypischen Essen und Weine oder gar ein orientalisch anmutender Nachmittagstee, vermittelten ebenso wie die Geschichten, die ein Flamenco-Ensemble in Musik und Tanz erzählte, ein lebendiges Bild der Kultur dieser Gegend. Ein Teil der Gruppe rundete dieses Bild noch mit einem kurzen Blick auf Tanger, also die andere, die wirklich orientalische Seite ab.

El Leon de TarifaWir Reiseteilnehmer können nur den Organisatoren danken – für die Initiative, die Idee in die Realität umzusetzen, für all die Mühe und die Kreativität, die in die Programmgestaltung geflossen sind, und nicht zuletzt dafür, dass dieser ganze organisatorische Kraftakt wie bei wirklichen Künstlern völlig natürlich und leicht aussah.

José, der Hotelmanager, war auch sehr glücklich mit unserer Gruppe. Er hat auch unseren Humor wunderbar adoptiert, denn er schreibt zu dem Löwen, dem wir ihm symbolisch auf seinen Hoteltresen gesetzt haben: See how is getting bigger our Lion (maybe because it's eating too much Tuna Fish)!

--

--

Wir, die wir dabei waren, werden Tarifa künftig so buchstabieren:

Traumreise
Authentisches Spanien
Reine Natur
Idyllische Plätze
Fische und Meeressäuger
Antike Siedlungen

Gruppenbild